Quo Vadis SPD-Gladbeck?
Bei einigen meiner Gladbecker Genoss*innen drängt sich mir der Eindruck auf, dass sie vorgeben eine Politik für die Schwachen der Gesellschaft machen zu wollen aber ansonsten mit diesem Teil der Gesellschaft wenig zu tun haben. Sie sind als Akademiker*innen oft sehr weit von der Lebenswirklichkeit ihrer Wähler*innen entfernt. Außerdem sind diese „schwachen der Gesellschaft“ in den Reihen der SPD als Mitglieder kaum zu finden. Das ist schlecht, denn so entsteht kaum eine wirkliche Glaubwürdigkeit bei der Interessenvertretung für diese Menschen.
Eine glaubwürdige Politik kann nur durch glaubwürdige Politiker*innen vertreten werden. Die Glaubwürdigkeit von Politiker*innen entsteht vor allem auch durch die eigene Betroffenheit. Das heißt, dass ich als Politiker*in die Sorgen und Nöte der Menschen teilen muss um für eine Änderung der Verhältnisse glaubwürdig kämpfen zu können. Dies entsteht beispielsweise auch dadurch, dass ich im gleichen Quartier wohne wie die Menschen die ich vertrete. Also ihren Alltag teile, dort zum einkaufen gehe wo sie einkaufen, dort spazieren gehe wo sie spazieren gehen, mit meinen Kindern den Spielplatz nutze den sie benutzen und das Feierabendbierchen in der Kneipe trinke wo sie ihr Bierchen trinken etc.
Das ist aber bei der Gladbecker SPD aus der Mode gekommen. So wohnen etliche Ortsvereinsvorsitzenden und Ratsmitglieder gar nicht in dem Stadtteil den sie vertreten wollen bzw. in dem sie gewählt wurden. Sie sind bei den Menschen vor Ort oft nicht bekannt und auch persönlich kaum erreichbar. Diese Entwicklung muss Sorgen bereiten.
Ein Zwischenruf aus Rosenhügel
