Dienstagsgedanken – Rosenhügel neu denken

Um eine Stadt, einen Stadtteil oder Ortsteil für die Zukunft fit zu machen, muss vorwärts gedacht werden. Die Herausforderungen in unserer schnelllebigen Zeit sind so groß, dass das Reparieren des Vorhandenen nicht ausreicht, oder nur kurz kaschiert, was ausgetauscht werden müsste. Stadtentwicklungsplanung gehört daher zu den wichtigsten kommunalpolitischen Werkzeugen, um den eigenen Lebensmittelpunkt auch für kommende Generationen zu gestalten.

Rosenhügel war Teil des Projektes „Soziale Stadt Brauck“, das seinerzeit unter Beteiligung einer Stadtteilkonferenz, an der Vertreter/innen aus den verschiedenen Vereinen und Verbänden tätig waren, umgesetzt wurde. Was ist für Rosenhügel übriggeblieben? Leider kann mich nur noch an die Sanierung des Schulhofes der Rosenhügel-Schule erinnern. Diese ist aber heute schon wieder obsolet, denn der großzügig gestaltete Spielbereich musste mittlerweile dem neuen Gebäude für die „Übermittag-Betreuung“ weichen. Die seinerzeitige Renaturierung des Hahnenbaches wurde im Zuge des ökologischen Umbaus der Emscher über die Emschergenossenschaft abgewickelt und gehörte nicht wirklich zum Stadtteilprojekt.   

Eigentlich bräuchte es ein neues Stadtteilentwicklungskonzept unter dem Motto „Rosenhügel neu denken“. Dabei sollte nicht nur Rosenhügel nochmals genauer unter die Lupe genommen werden, sondern auch die angrenzenden Gelsenkirchener Stadtteile Beckhausen und Horst sowie Brauck-Süd einbezogen werden. Die Siedlungs-, Verkehrs-, Arbeits- und Freizeitbeziehungen aller vier Stadteile sind sehr miteinander verflochten und müssen ganzheitlich betrachtet werden. Hier sollte man  städteübergreifend agieren. Die Chance bestünde, hier ein Vorzeigeprojekt für eine interkommunale Zusammenarbeit zu installieren. Es braucht ein Konzept, dass nicht nur an Symptomen kratzt, sondern mit mutigen neuen Vorschlägen diese vier Stadtteile zu Vorbildstadtteile in Gelsenkirchen und Gladbeck entwickelt. Dazu genügt es nicht, Einzelmaßnahmen aneinanderzureihen. Das kennen wir schon und das ergibt noch keinen in sich geschlossenen Entwicklungsplan, der Zukunft verspricht.

Rosenhügel neu denken heißt z. B., ein städteübergreifendes Verkehrskonzept zu entwickeln, Klimaneutralität anzustreben, Kultur und (Weiter) Bildung vor Ort zu ermöglichen, soziale Treffpunkte zu erhalten und neu zu beleben, die Gastronomie auch im Stadtteil zu fördern (nicht nur in der Innenstadt), die ärztliche Versorgung sicherzustellen, neue Wohnformen zu ermöglichen und nicht zuletzt die Integration nicht aus dem Auge zu verlieren.

In so einem Entwicklungskonzept sollten all diese Themenbereiche gleichberechtigt, gleichwertig und städteübergreifend berücksichtigt werden, dann hätte Rosenhügel die Chance auf eine gute Zukunft. Ich hoffe, dass die Rosenhügeler SPD und die SPD im gesamten Gladbecker Süden diese Diskussion mit mir anstößt und weiter vorantreibt um Gutes zu bewirken!

Ein Rosenhügeler Zwischenruf zur Zukunftsdiskussion