Brauck | Rosenhügel | Wie in jedem Jahr hat die Rosenhügeler SPD und die IGBCE Gladbeck-Süd am 1.September, dem Antikriegstag, am Ehrengrabfeld der Zwangsarbeiter*innen die während der Naziherrschaft in Gladbeck ums Lebens gekommen sind, den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

Besonders erfreut waren die Organisatoren über den Besuch des Vize-Konsuls der russischen Föderation des Generalkonsulats Bonn, Herrn Vyacheslav Dmitriev. Er überbrachte die Grüße und die Würdigung des Generalkonsuls der russischen Föderation aus Bonn, Herrn Alexey A. Dronov in Anwesenheit des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes und des SPD-Landtagsabgeordneten Michael Hübner.

Hier sein Grußwort im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Freunde,

im Namen des Generalkonsulats der Russischen Föderation und im meinem eigenen bedanke ich mich für die von Ihnen organisierte Veranstaltung zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus auf dem Friedhof in Gladbeck-Brauck, die in dem Jahr stattfindet, in welchem wir den 80. Jahrestag des barbarischen Überfalls des „Dritten Reiches” auf die Sowjetunion begehen.

Der Krieg hinterließ tiefe und krankhafte Spuren, die noch lange nicht geheilt werden können. Es geht nicht nur um 27 Millionen unserer Mitbürger, die durch den Krieg vernichtet wurden, sondern auch um eine unsagbare Tragödie von anderen vielen Millionen, die das Leiden und die Bürde des Erlebten und der Verluste auch schon in der Nachkriegszeit getragen haben müssen. Bis heute sind viele Gefallenen nicht begraben. Bis heute gelten viele als verschollen.

Ich bin davon überzeugt, dass es zu unserer Zeit enorm wichtig ist, sowohl die Kriegsopfer zu gedenken, als auch unsere gemeinsame Pflicht wahrzunehmen darüber nachzudenken, welche Lehren aus der Geschichte des Zweiten Weltkrieges wir — die Generation des 21. Jahrhunderts — zu ziehen haben, damit wir die Wiederholung derartiger Tragödien vermeiden und vorbeugen können.

Der Krieg ist untrennbar mit der Geschichte jeder russischen Familie verbunden. Hunderttausende Sowjetbürger sind in deutschem Boden begraben, die den Tag des Sieges nicht erlebt haben und ihr Leben für zukünftige Generationen geopfert haben. Wir danken den Behörden der Bundesrepublik Deutschland auf allen Ebenen, öffentlichen Organisationen, einfachen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland, sowie unseren Landsleuten für die sorgfältige Pflege dieser Gräber, für den Beistand bei der Suche nach den Verschollenen und die Wiederherstellung der verlorenen Namen unserer Helden und Gefallenen!

Alexey A. Dronov – Generalkonsul der russischen Föderation