Brauck| Butendorf| Rosenhügel Die Vorsitzenden der drei südlichen Gladbecker SPD-Ortsvereine Hasan Sahin, Michael Hübner (MdL) und Andi Dunkel teilen zum Thema muslimische Bildungseinrichtung an der Roßheidestraße folgendes mit:

„Die am vergangenen Samstag stattgefundene Informationsveranstaltung/ Bürgerversammlung hat viel Licht ins Dunkel gebracht. Unsere Fragen sind weitestgehend beantwortet worden. Der Moscheeverein IBG (interkulturelles Bildungszentrum Gladbeck e.v.) hat sehr detailliert dargestellt worum es ihm geht: Nämlich um mehr Platz für die bestehenden Angebote. Diese Angebote werden allesamt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe bereits heute anerkannt und gefördert. Die Angebote werden seit Langem im vorhandenen Gebäude an der Breuker Straße durchgeführt. Das vorhandene Haus ist aber einfach zu klein und der Verein will sich aufgrund der gestiegenen Nachfrage erweitern.

Die Trennung von Mädchen und Jungen wurde unter anderem pädagogisch begründet. Richtig ist aus unserer Sicht, dass Mädchen in einem geschützten Raum ihre Kenntnisse und Fähigkeiten vielfach besser entfalten können. Ansonsten bräuchte es ja keine geförderte Mädchenarbeit wie sie das Mädchenzentrum Gladbeck seit Jahren erfolgreich praktiziert. Andere Beispiele für monoedukative Erziehung gibt es auch bei anderen, vor allem kirchlichen Trägern – sogar an kirchlichen Schulen* der Sekundarstufe 1. Im Übrigen werden die Mädchen und Jungen nur bei der Hausaufgaben- oder Nachhilfe und der Übernachtung getrennt, so der Moscheeverein. Freizeitangebote o.ä. wie Tagesausflüge werden gemeinsam wahrgenommen. Des Weiteren findet die Hausaufgaben-/ Nachhilfe in deutscher Sprache statt. Aber selbstverständlich sprechen die Jugendlichen in der Freizeit auch ihre verschiedenen Muttersprachen. 

Nach wie vor stehen wir als SPD hinter dem Konzept der koedukativen Erziehung, bei der aber auch punktuell der Unterricht nach Geschlechtern getrennt erteilt werden kann.

Nichtsdestotrotz sollte aus unserer Sicht der Moscheeverein zukünftig seine Jugendarbeit viel öffentlicher und transparenter darstellen, damit Irritationen vermieden und bestehende Vorurteile eingedämmt werden können.“

zur Information:

*In Deutschland gibt es laut Verband Bildung und Erziehung (VBE) derzeit 168 monoedukative Schulen, davon sind 163 Mädchen- und fünf Jungenschulen.