Brauck/ Rosenhügel | „Auch in diesem Jahr werden wir den Opfern von Krieg, Gewaltherrschaft, Rassismus und Fanatismus gedenken. Dies machen wir gemeinsam mit der Rosenhügeler SPD am Antikriegstag am Mittwoch, den 1. September um 11.00 Uhr am Ehrengrabfeld auf dem Braucker Friedhof‘‘, so der Vorsitzende der IGBCE-Gladbeck Süd, Toni Guagliardo.

Der Vorsitzende der Rosenhügeler SPD, Andi Dunkel erläutert: ,,Auf dem Ehrengrabfeld sind 215 Menschen aus vielen europäischen Ländern (die meisten aus der ehemaligen Sowjetunion und Polen), die während der NS-Zeit hier in Gladbeck als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, beigesetzt. Die brutale Zwangsarbeit in der Nazi-Zeit ist in der europäischen Geschichte beispiellos. Wir laden alle geschichtsbewussten Gladbeckerinnen und Gladbecker ein, zum Gedenken an diese Verlorenen faschistischer Willkür eine Kerze zu entzünden und so an sie zu erinnern, damit die Verbrechen während der Terrorherrschaft der Nazis nicht vergessen werden. Ich freue mich zudem, dass in diesem Jahr auch ein Vertreter des russischen Generalkonsulats aus Bonn teilnehmen wird.‘‘

Zur Info:

Der 1. September 1939 markiert den Beginn des 2. Weltkrieges, der mit dem deutschen Überfall auf Polen begonnen hat. Deshalb wird in Deutschland der 1. September alljährlich als Antikriegstag begangen. Die Initiative dazu kam vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zum Antikriegstag aufrief. Anlass war, den Opfern des Krieges zu gedenken und im Zuge der deutschen Wiederbewaffnung dazu anzuregen, aus den Erfahrungen des Krieges zu lernen. Der Antikriegstag wird auch als „Weltfriedenstag“ bezeichnet.