Kommunalpolitik

Gespräch der SPD über Problemlagen im Gladbecker Süden

Brauck/ Butendorf/ Rosenhügel |  Die Ortsvereinsvorsitzenden der SPD aus dem Gladbecker Süden, Michael Hübner (Butendorf), Hasan Sahin (Brauck) und Andi Dunkel (Rosenhügel) trafen sich am Freitag, den 25.06.2021 um über ähnlich gelagerte Problemlagen in ihren Stadtteilen zu beraten. Hierzu erklären sie gemeinsam:

„Vor allem machen uns in allen drei Stadtteilen die vorhandenen Problemimmobilien an der Steinstraße, am Busfortshof und an der Märker Straße große Sorgen. Wenn auch im Detail unterschiedlich starke Probleme vorliegen ist die Grundproblematik bei allen drei Immobilien ähnlich: Alle drei gehören Eigentümergemeinschaften die offenbar mit günstig erworbenen Eigentumswohnungen den schnellen Euro verdienen wollen ohne ihrer Verantwortung für den Schutz und die Sicherheit der angrenzenden Anwohner nachzukommen. Stattdessen wird seit geraumer Zeit versucht, die Allgemeinheit für bauliche Mängel und für die Eskapaden von „Problemmietern“ in die Pflicht zu nehmen. Aus unserer Sicht ist dies übelstes Spekulantentum. Der Grundsatz „Eigentum verpflichtet“ wird hier aufs Gröbste verletzt. 

Es ist üblich, dass es in Mehrparteien-Häusern eine Hausordnung gibt. Bei Zuwiderhandlungen erfolgt eine Abmahnung. Bei mehreren Abmahnungen erfolgt die Kündigung. Wer sich nicht an die Regeln und an die allgemein gültigen Gepflogenheiten eines guten nachbarschaftlichen Zusammenlebens hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Verantwortlich, das zu kontrollieren und umzusetzen, sind aber die Vermieter und die beauftragten Hausverwaltungen.

Die Stadt darf sich aber auch nicht länger, weder von den Eigentümern noch von den „Problembewohnern“ oder sogar von beiden, auf der Nase herumtanzen lassen. Wir fordern, dass endlich härter gegen Spekulantentum und gegen „integrationsunwillige“ Bewohner vorgegangen wird. Bei der Problemimmobilie am Busfortshof hat die Stadt durchgegriffen und das Gebäude freigezogen. Das zeigt, dass man durchgreifen kann, wenn man will. Darüber hinaus fordern wir, dass die öffentliche Hand nicht mehr für Mietzahlungen von Bewohnern in diesen Immobilien aufkommt, sondern andere kleinteiligere und dezentralere Lösungen bei der Unterbringung sucht.

Zum Schluss haben die drei Ortsvereinsvorsitzenden vereinbart, sich von nun an in regelmäßigen Abständen zu Konsultationen zu treffen, um weitere gemeinsame politische Initiativen zu erörtern und enger zusammenzuarbeiten. „Denn im Gladbecker Süden ist einiges im Argen. Auch wir sehen die Probleme tagtäglich, denn wir leben und wohnen mit den Menschen in unseren Stadtteilen. „Wir wollen Probleme lösen und nicht schönreden“, so alle drei übereinstimmend.