Um unsere Welt zu verstehen, sind wir auf Nachrichten angewiesen. Nicht auf die schnell getwitterten, sondern auf die von unabhängigen Journalisten seriös recherchierten. Aber auch von denen, die sich „einen Kopf“ machen, ob es Alternativen zum gerade angesagten Mainstream gibt.

Der aufmerksame Leser wägt ab und versucht sich selbst zu positionieren. Der Zweifel begleitet nicht selten diese momentane Einordnung. Und das ist gut so. Denn nur derjenige wird auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können, der frei ist von Scheuklappen aller Art und einer unerträglichen Selbstüberschätzung, alles zu wissen, bzw. immer schon gewusst zu haben.

Betrachten wir unser gescheitertes militärisches Engagement in Afghanistan. Während die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) allen Ernstes behauptet, das Ziel des Militäreinsatzes in Afghanistan wurde erreicht, machen sich Zweifel breit, ob eine Politikerin, die so realitätsfern (und gefährlich) urteilt, überhaupt für politische Spitzenämter geeignet ist. Wir wollen aber gar nicht bei der Bundespolitik stehen bleiben.

Es gibt in Land und Stadt ebenfalls Politiker – in allen Parteien – denen das Wort ZWEIFEL unbekannt ist. Deren Position und Handeln darf, nein muss angezweifelt werden. Sonst verstehen wir die Welt nicht. Sonst können wir sie nicht verbessern.

Herzlichen Dank für diesen Gastbeitrag an Dirk Hartwich aus Dorsten-Rhade