Rosenhügeler Monntagsgedanken zur Bürgermitwirkung

Bürgerbeteiligung, besser Bürgermitwirkung ist das Schlagwort der Stunde und (fast) aller Parteien. Besonders auf kommunaler Ebene. Es war ein langer und in Teilen schwerer Weg dahin. Wer wüsste das besser als die Rosenhügeler Sozialdemokraten, die für sich in Anspruch nehmen dürfen, dafür Wegbereiter in Gladbeck gewesen zu sein. Als vor Jahren unsere heutige Ehrenvorsitzende und damalige Ortsvereinsvorsitzende Ursula Ansorge, gemeinsam mit den örtlichen Gemeinden der evangelischen und katholischen Kirche den ersten Runden Tisch Rosenhügel auf den Weg gebracht hat, wurden wir noch von anderen belächelt. Heute ist das Mainstream.

Viele der örtlichen Akteure möchten sich im Lichte des „Runden Tisches“ ihres Orts- oder Stadtteils sonnen. Örtliche Kommunalpolitiker schmücken sich gerne mit den Ergebnissen solcher Runden Tische. Dabei leider zu oft mit fremden Federn. Aber wenn es am Ende der Sache dienlich ist, sei es drum.“ 

Wer aber genau hinsieht, besser gesagt hinhört, erkennt, dass eine lange Strecke zwischen dem Anhören über das Erhören bis zum genauen Hinhören liegt. Dazwischen liegen: Mithören, Überhören, Weghören und Aufhören.

Bei Bürgerbeteiligungen oder Werkstattverfahren werden die Bürger/ innen von der Verwaltung aufgerufen, sich zu beteiligen. Wer aber die bisherigen Ergebnisse Revue passieren lässt, muss anerkennen, dass das Anhören funktionierte, das Zuhören bereits Lücken aufweist und das entscheidene Hinhören nicht selten überhört wird. Als anschauliches Beispiel kann hier die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Mottbruchhalde dienen. 

Einen Bürgermitwirkungsprozess bis zum genauen Hinhören zu begleiten muss die Aufgabe der Kommunalpolitik sein. Dazwischen liegen Fallstricke, in denen man sich schon mal verheddern kann. Vielleicht fallen diese Rosenhügeler Montagsgedanken irgendwann einmal in die Kategorie ERHÖREN.

Herzlichen Dank für die Anregung für diese Gedanken an Dirk Hartwich aus Dorsten-Rhade.