Rosenhügel | In so einer pandemischen Lage hat man ja viel Zeit um nachzudenken. Mitunter schwirren viele Gedanken durch den Kopf.

Ich denke an die guten Freunde und Bekannten. Was machen sie gerade? Wahrscheinlich das gleiche wie man selbst. Entweder Homeoffice, in der Arbeit sein, evtl. noch mit dem Hobby beschäftigen oder einfach faul rumliegen und nachdenken.

Ich denke an die vielen Menschen, die ganz alleine zu Hause sind. An diejenigen Älteren und Alleinstehenden, die keinen Partner oder Partnerin an ihrer Seite haben. Das Gefühl der Einsamkeit ist auf Dauer sehr erdrückend. Alle die nicht alleine sind, sollten froh und dankbar sein.

Ich denke an die vielen Menschen auf den Intensivstationen. Viele von ihnen werden sehr, sehr einsam sterben. Ohne eine Hand die einen berührt und ohne einen geliebten Menschen an der Seite. Das macht mich tief traurig.

Ich denke aber auch an die vielen guten Menschen, die tagtäglich ihren Mitmenschen helfen. Nicht nur an die, die dies wegen ihres Berufes machen. Sondern vor allem an die, die sich freiwillig und ohne Vorteil um ihren Nächsten, den Nachbarn, den Bekannten oder die gute Freundin kümmern und helfen. Wie meine Mitstreiterinnen und Mitstreiter von der Nachbarschaftshilfe hier bei uns vor Ort in Rosenhügel.

Deshalb bin ich trotz allem was die Pandemie mit uns allen macht, persönlich sehr froh, in einem Ortsteil wie Rosenhügel zu leben, wo Menschlichkeit, Mitgefühl und nachbarschaftliches und freundschaftliches Miteinander groß geschrieben wird.

Erst heute morgen war ich noch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe unterwegs. Die Dankbarkeit die einem dabei entgegengebracht wird ist unbezahlbar!

Danke das wir Rosenhügeler so gute Nachbarn sind.