Rosenhügel | Auf der Mitgliederversammlung der SPD-Rosenhügel am Sonntag, den 3.Februar 2019 im Heinrich-Weidemeier-Haus haben sich die Sozialdemokraten*innen aus dem Gladbecker Süden, wie sollte es anders sein, mit einer bunten Palette an Themen beschäftigt. So stand die von der SPD geforderte Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, die „Ölpellets-Affäre“ sowie die Verkehrssituation auf der Holthauser Straße auf der Tagesordnung.
Aber auch mit dem Thema Tierschutz hat man sich intensiv beschäftigt. In diesem Zusammenhang zeigten sich die Rosenhügeler Genoss*innen erfreut darüber, dass bei der nächsten Haupt- und Finanzausschusssitzung der Stadt Gladbeck am 11.02.2019 die Verwaltung einen Vorschlag zur Errichtung einer zentralen Hundefreilauffläche vorlegen wird. „Diese Freilauffläche wird bei knapp 4.500 angemeldeten Hunden in Gladbeck dringend benötigt. Wir haben die Errichtung bereits mehrmals vorgeschlagen und bedanken uns, dass wir damit endlich Gehör gefunden haben,“ so der stellv. Ortsvereinsvorsitzende Bernd Saslona.
Am Thema Tierschutz wurde aber noch weiter diskutiert. Im Raum stand plötzlich die Frage ob Gladbeck nicht ein eigenes Tierheim bräuchte. Die Meinungen gingen in der Diskussion zunächst weit auseinander. Einige Mitglieder sahen die finanzielle Situation der Stadt als ein wichtiges Argument gegen ein eigenes Tierheim. „Viele Gladbecker Tierschützer*innen äußern aber, dass die Zusammenarbeit mit dem Tierheim in Gelsenkirchen-Erle nicht immer reibungslos klappt“, erklärt Christiane Dunkel SPD-Ratsfrau für Rosenhügel und weiter sagt sie: „Die Stadt Gladbeck hat zwar in Vergangenheit immer darauf hingewiesen, dass sie mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden sei, aber dennoch heißt es aus Erle häufig: Aufnahme-Stopp! Dann müssen sich die Gladbecker Tierfreunde wieder selbst um die Tiere kümmern und sie in privaten Pflegestellen unterbringen – auf eigene Kosten. Das geht so nicht auf Dauer!“
„Die Errichtung eines eigenen Tierheimes würde zwar der Stadt einiges an Geld kosten, andererseits gibt es aber auch Fördermöglichkeiten – und es gibt in Gladbeck sicherlich sehr viele Menschen die auch ehrenamtlich mitarbeiten würden, um ein Tierheim und die damit verbundenen Arbeiten zu unterstützen“, meint der stellv. Vorsitzende Bernd Saslona. Das Tierheim in Gelsenkirchen Erle bekommt in diesem Jahr eine einmalige Zahlung von 15.000,– Euro für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen aus dem Gladbecker Stadtetat. Hinzu kommt eine jährliche Förderung von rund 42.500,– Euro zur Versorgung von Fundtieren. „Diese Mittel könnte man auch in ein eigenes Tierheim für Gladbeck investieren. Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass dieses Thema in das Kommunalwahlprogramm der Gladbecker SPD aufgenommen wird. Die Errichtung eines Tierheims in Gladbeck sollte ernsthaft geprüft werden“, fordert Christiane Dunkel. Die Mitgliederversammlung stellte sich am Ende einmütig hinter diese Forderung.


