Rosenhügel | Auf der letzten Vorstandssitzung der Rosenhügeler SPD war die Gladbecker Städtepartnerschaft mit der türkischen Stadt Alanya ein Thema. Dazu teilt der Vorsitzende der Rosenhügeler SPD, Andi Dunkel folgendes mit:
„In diesem Jahr jährt sich die Städtepartnerschaft mit Alanya zum fünfundzwanzigsten Mal. Allerdings ist uns als Rosenhügeler Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht nach Feiern zumute – denn deutsche Staatsbürger/innen sitzen aus unerklärlichen und fadenscheinigen Gründen in türkischen Gefängnissen und es drohen ihnen hohe Haftstrafen. Seitens des Auswärtigen Amtes wird verlautbart, das schon eine anonyme Anschuldigung ausreicht um in der Türkei verhaftet zu werden.“
Dunkel fragt: „Sollte in dieser Situation eine Gladbecker Delegation nach Alanya reisen um das Jubiläum zu feiern? Es ist ein Dilemma in der die Stadt Gladbeck steckt, denn die türkischen Akteure in Alanya sind an dieser Situation wohl nicht schuld. Mit gutem Gewissen können aber weder Mitarbeiter*innen noch Ratsleute auf eine Dienstreise in die Türkei geschickt werden. Jedenfalls reißen sich die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion nicht darum nach Alanya zu reisen. Grundsätzlich sind Städtepartenerschaften zu begrüßen und als Friedensprojekte anzusehen. Ziel muss es immer sein, das sich die Bürger*innen begegnen können um sich auszutauschen und um einander verstehen zu lernen. Das muss aber auf Augenhöhe geschehen ohne dabei Angst zu haben seine Meinung frei zu äußern.“
„Auch Angehörige von Gladbecker Bürger*innen mit türkischen Wurzeln sind inhaftiert oder haben ihren Job durch Erdogans Säuberungen verloren. Angesichts der derzeitigen Verhältnisse in der Türkei ist die Rosenhügeler SPD der Meinung, dass der Gladbecker Stadtrat, aus Gründen der Solidarität mit den Inhaftierten, sachlich und in aller Ernsthaftigkeit über die Nichtteilnahme an den Jubiläumsfeierlichkeiten und/ oder über ein Aussetzen der Städtepartnerschaft nachdenken sollte“, so der Rosenhügeler SPD-Chef abschließend.“
