Rosenhügel | Die SPD-Mitglieder aus Rosenhügel setzten bei den Vorstandswahlen, gestern am 4.Februar 2018 im Heinrich-Weidemeier-Haus, sowohl auf erfahrene als auch auf neue Köpfe. Unter der erfahrenen Wahlleitung von Michael Hübner (MdL) und der Ehrenvorsitzenden Ursula Ansorge wurde der bisherige Vorsitzende Andi Dunkel (49) von den rund dreißig Anwesenden einstimmig im Amt bestätigt. Als stellvertretende Vorsitzende agieren zukünftig Nina Krüger (24) und Bernd Saslona (52). Die Kassierung bleibt in den bewährten Händen von Christiane Dunkel (55). Das Vorstandsteam komplettieren als Beisitzer*innen Bougna Drabo (37), Resi Eicke (77), Karin Jaschinski (66), Bernie Kaczmarczyk (58), Helga Karwig (72), Sandra Kynast-Schmidt (33), Ute Pawlicki (55), Norbert Schmidt (59), Maurice Saslona (19), Lisa Teschke (74), Ulli Unland (62), Gerhard Wiechers (57), Iris Werdnik (66) und Marina Zarasa (53).
Aber nicht nur die Wahlen standen auf der Tagesordnung der Versammlung sondern auch das Thema einer Neuauflage der Großen Koalition in Berlin. Dabei sind die Rosenhügeler Sozialdemokraten sich einig, dass noch folgende zwei Punkte umgesetzt werden müssten: Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen – denn dadurch wird jungen Menschen der Start ins Leben unmöglich gemacht. Der Ausstieg aus der 2-Klassen-Medizin und der Einstieg in eine Bürgerversicherung – denn es ist nur gerecht das Kassenpatienten die gleiche Gesundheitsversorgung erhalten wie Privatpatienten.
Andi Dunkel erläutert: „Wir wollen keine faulen Kompromisse mehr. Merkel ist auf die SPD angewiesen. Sie will Kanzlerin bleiben. Wir haben mit den Sondierungen bereits gezeigt, dass wir auch in schwierigsten Zeiten zu unserer staatspolitischen Verantwortung stehen, nachdem die Lindner FDP dem deutschen Volk die Regierungsbeteiligung wieder vor die Füße geworfen hat. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist mit der Union sehr schwierig, weil sie offenkundig Verträge gerne auch mal bricht. Unsere Verantwortung liegt auch darin, Wahlergebnisse ernst zu nehmen. Die Wählerinnen und Wähler haben die GroKo eigentlich abgewählt. Sie wollten insgesamt einen echten Politikwechsel. Die Sozialdemokratie braucht, wie im Übrigen der gesamte Berliner Politikbetrieb, eine Erneuerung – die GroKo steht aber für Stillstand. Deshalb stehen wir weiterhin einer „Neuauflage“ der GroKo äußerst skeptisch gegenüber! Am Ende hat aber unsere Parteibasis mit einem Mitgliedervotum das letzte Wort. Wir sind die einzigen die so eine „Urabstimmung“ als Partei durchführen. Alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten werden am Ende die Mehrheitsmeinung mittragen.
Des Weiteren haben die Anwesenden aber auch die Forderung nach einer öffentlichen Hundewiese für den Gladbecker Stadtsüden erhoben. Dunkel dazu: „Die Rosenhügeler SPD regt an, einen öffentlichen, umzäunten Hundeplatz im Gladbecker Süden einzurichten. Wir sehen einen sehr großen Bedarf für einen solchen umzäunten Platz. Damit könnte die Stadt Gladbeck den „Vierbeinern“ einen freien Auslauf ohne Leine ermöglichen. Als Standort für einen solchen Platz, schlagen wir den Bereich des Südparks vor. Damit schließen wir uns den Forderungen anderen Parteien an, die einen solchen Vorschlag auch schon gemacht haben. Dieser ist bislang auf die Ablehnung der Stadt gestoßen.“
Abschließend kritisiert die Versammlung den kurz vor Weihnachten 2017 fertiggestellten vorletzten Bauabschnitt der Horster Straße. Dunkel erläutert: „Der Ausbau weist unserer Meinung nach erhebliche Parkraumprobleme auf. Wir regen deshalb an, den fertigen vorletzten Bauschnitt der Horster Straße dahingehend zu überprüfen, ob auf der südlichen „Braucker“ Seite nachträglich nicht mehr Parkplätze eingerichtet werden können. Der Gehweg ist in diesem Bereich mit einer Breite von fast 5 Metern aus unserer Sicht überdimensioniert. Sicherlich haben vor allem Sicherheitsaspekte den Ausschlag gegeben, diesen Bauschnitt so auszubauen. Wir schlagen aber trotzdem vor, zu prüfen ob dort nicht doch nachträglich Parkbuchten in Schrägaufstellung eingerichtet werden können. Dadurch kann man erheblich mehr Parkplätze für die dort angesiedelten zwei Arztpraxen, für die Apotheke, den Imbissbetrieb, die Postagentur, die Gastronomiebetriebe, den Kiosk und den Frisiersalon schaffen. Leider zeigt sich schon jetzt, dass zum Be- und Entladen der überbreite Gehweg genutzt oder in zweiter Reihe geparkt wird, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führt.“
