Auf ihrer letzten Vorstandssitzung haben die Sozialdemokraten aus dem Gladbecker Süden die Vorschläge der Arbeitgeberverbände zur weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeit diskutiert und erteilen ihnen eine klare Absage. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Rosenhügeler SPD, Andi Dunkel folgendes: 

„Die Vertreter des digitalen Kapitalismus wollen Feierabend mit dem Feierabend machen. Nicht anders sind die Forderungen der Arbeitgeber nach einer gesetzlichen Flexibilisierung der Arbeitszeiten zu interpretieren. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages längeres Arbeiten und ständige Erreichbarkeit. Niemand hat Lust beim Abendessen, beim Sport, bei der Erziehung der Kinder vom Chef oder von der Chefin wegen irgendwelcher Lappalien am Telefon oder per Mail belästigt zu werden. In den letzten Jahren sind die  Krankenmeldungen wegen dem ständig steigenden Arbeitsdruck stark angestiegen und rangieren ganz oben auf der Liste der berufsbedingten Erkrankungen. In Zeiten der Digitalisierung ist die Arbeitszeit jetzt schon genug flexibilisiert. Eine faire Neuregelung der Arbeitszeiten würde familiäre Pflege- und Erziehungszeiten beispielsweise anerkennen. Aber so ist der aktuelle Vorschlag des Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt nicht zu verstehen.

Wir müssen endlich wieder zur sozialen Marktwirtschaft zurückkehren. Die Unternehmen müssen wieder ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und ihre Beschäftigten nicht mehr nur als Kostenfaktoren betrachten. Die jederzeit verfügbare und abrufbare Arbeitskraft ist der Traum eines jeden Kapitalisten. Diese neoliberalen Wahnvorstellungen werden nur dazu führen, dass die Gesundheit der Beschäftigten auf der Strecke bleibt. Die SPD wird als Opposition in den Parlamenten und von außerhalb Druck machen, um gut bezahlte Arbeitsplätze und Arbeitnehmerrechte zu verteidigen. Dabei stehen wir den Gewerkschaften immer zu Seite.“