„Zunächst bedanken wir uns ganz herzlich bei der großen Mehrheit der Rosenhügelerinnen und Rosenhügeler, die uns weiterhin ihre Stimme gegeben haben. Jedoch macht uns der Wahlerfolg der rechtsradikalen & völkischen AfD bei der Bundestagswahl große Sorgen. Wir rufen deshalb dazu auf, konsequent Widerstand gegen die menschenverachtende Ideologie der AfD zu leisten. Das kann man am besten mit und in der SPD. Wir sind das Bollwerk der Demokratie“, so der Ortsvereinsvorsitzende Andi Dunkel und weiter sagt er: „Die Absage an eine Wiederauflage der Berliner GroKo ist richtig. Wir  können nicht der AfD die Oppositionsrolle überlassen. Alle Demokraten müssen zusammenstehen und die Republik vor den faschistischen Demagogen beschützen. Leider sind zu viele Bürgerinnen und Bürger auf die Demagogen hereingefallen und/oder wollten den etablierten Parteien einen Denkzettel verpassen. Nur haben sie dabei nicht bedacht, dass sie diesem Verein von Hasardeuren, Rassisten und Nationalisten, mit ihrer Stimme, nun die Mittel und die Macht gegeben haben, unsere Republik von innen her zu zerstören! Wir werden aber das Grundgesetz, die unteilbaren Menschenrechte und das vereinte Europa mit allen Mitteln verteidigen.“

Stellungnahme des SPD-Stadtverbandes zum Ausgang der Bundestagswahl

Des Weiteren hat der SPD-Stadtverband Gladbeck bei seiner gestrigen Vorstandssitzung auch die Absage der Bundes-SPD an eine große Koalition begrüßt. „Der Wahlsonntag war bitter für die Sozialdemokratie, noch bitterer war er für die aktuelle Regierung. Die große Koalition hat enorme Verluste hinnehmen müssen. Deshalb begrüßen wir die Entscheidung der SPD, nicht für eine Neuauflage der großen Koalition bereitzustehen“, kommentiert Jens Bennarend, Vorsitzender der SPD Gladbeck. „Wir haben in den vergangenen vier Jahren viel erreicht. Der Mindestlohn und die Entlastung der Kommunen bei der Eingliederungshilfe sind nur zwei Beispiele. Dennoch hat die Partei in dieser Zeit an Profil verloren und wurde nicht mehr als erkennbare Alternative zur CDU wahrgenommen. Eine Alternative, die soziale Zukunftspläne verfolgt. Die große Koalition hat zu einem politischen Klima ohne starke Opposition beigetragen. Das hat maßgeblich zum erschreckenden Erfolg der Rechtpopulisten geführt. Es wäre jetzt verantwortungslos, so weiterzumachen, wie bisher und die Opposition der AfD zu überlassen“, ergänzt Bennarend.

Auch das schlechte Ergebnis der SPD und der gleichzeitige Erfolg rechter Parteien in Gladbeck stimmte die Genossinnen und Genossen besorgt. „Wir sind in Gladbeck Projektionsfläche von viel Unzufriedenheit geworden. Diese abzubauen, ist unsere Aufgabe für die kommenden Jahre. Wir werden in unserer Partei und mit den Bürgerinnen und Bürgern sowohl in Gladbeck als auch in Bund und Land viel arbeiten müssen. Die Sozialdemokratie braucht neue Pläne und Visionen für die Zukunft“, sagt Bennarend. Trotz des schlechten Ergebnisses für die SPD gratuliert der Stadtverband dem Gladbecker Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes zur Wiederwahl. „Wir haben mit ihm eine gute Stimme im Bundestag. Unsere Forderung, den Moment für Veränderungen in der SPD zu nutzen, haben wir ihm mit auf den Weg gegeben.