Die UN-Kinderrechtskonvention feiert in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum – doch bislang haben die Kinderrechte weder in Deutschland noch weltweit eine verbindliche Umsetzung erfahren.
Wir haben auf unserer letzten Vorstandssitzung über dieses Thema sehr rege diskutiert. Das Fazit: Wir begrüßen den erneuten Vorstoß des Bundesjustizministers Heiko Maas (SPD) und der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) die Kinderrechte in das Grundgesetz zu übernehmen. Für eine Änderung des Grundgesetzes wird eine Zweidrittelmehrheit benötigt. Da die Union sich leider vehement weigert die Kinderrechte endlich umzusetzen, wird dieses Vorhaben aber keine Mehrheit bekommen. Nichtsdestotrotz muss das Thema Kinderrechte weiterhin in der öffentlichen Diskussion bleiben, umso Druck auf die Entscheidungsträger bei der Union zu machen.
Allerdings wäre auch schon viel erreicht wenn zumindest der Inhalt und der Geist der Kinderrechtscharta in unserer Gesellschaft Konsens wäre. Dazu gehören auch die Forderungen des UN-Indexes „Das braucht ein Kind“. Wir Rosenhügeler Sozialdemokraten schließen uns ausdrücklich den folgenden Forderungen dieses UN-Indexes „Das braucht ein Kind“, an:
- Drei Mahlzeiten pro Tag.
- Eine warme Mahlzeit täglich.
- Täglich frisches Obst und Gemüse.
- Altersgerechte Bücher (keine Schulbücher).
- Spielzeug für Aktivitäten im Freien.
- Aktivität in Vereinen oder Jugendorganisationen oder Musikunterricht.
- Mindestens ein altersgerechtes Spielzeug.
- Geld für Schulausflüge.
- Einen Platz für Hausaufgaben.
- Die Möglichkeit das Internet zu nutzen.
- Genügend neue Kleidung.
- Mindestens zwei Paar Schuhe, eines davon wetterfest.
- Die Möglichkeit, Freunde einzuladen.
- Die Möglichkeit, Geburtstage, Namenstage und religiöse Feste zu feiern.
Auf eine weltweite Umsetzung diese Minimalforderungen werden wir vermutlich noch sehr lange warten müssen. Ein Skandal ist es indes, dass diese Anforderungen noch nicht einmal in allen Industrieländern, darunter auch Deutschland, erfüllt werden. Dies liegt allerdings größtenteils gar nicht daran, dass die finanziellen Mittel dafür fehlen würden, sondern meistens alleine am Willen derer, die für die Kinder die Verantwortung tragen: Den Erwachsenen. Deshalb müssen die Kinderrechte ein Fall für uns alle werden.
