Zum Artikel in der WAZ-Lokalausgabe Gladbeck vom Samstag, den 07.01.2017: „Arbeiten aus christlicher Motivation“ und den darin enthaltenen Einlassungen von Herrn Grewer nimmt Andreas Dunkel, Vorsitzender der Rosenhügeler SPD wie folgt Stellung:
„Man sollte erwarten, dass die Worte einer offiziellen Rede vorher sorgsam abwägt werden – vor allem von sehr gebildeten Menschen. Nachdem die Schließung der Geburtshilfe im St. Barbara-Hospital nun vollzogen ist, ist es völlig unnötig in dieser Art und Weise „nachzutreten“. Die ganze Stadt muss Herrn Löbbecke sehr dankbar sein, dass er das Thema der Schließung der Geburtshilfestation im St. Barbara-Hospital mit so viel Leidenschaft in die Öffentlichkeit getragen hat. Es geht dabei doch letztlich um die Grundversorgung von Babys und dies unter besten Bedingungen. Es geht aber auch um die beste Versorgung der schwangeren Frauen für eine stressfreie und komplikationslose Geburt. Für die Gladbecker Sozialdemokratie gehörte dies auch zu der seit Jahren forcierten frühkindlichen Präventionsarbeit. Deshalb hat die SPD dieses Engagement von Anfang an unterstützt. Dieses leidenschaftliche Engagement ist mit zu erwartenden Honoraren für Kündigungsschutzklagen wohl kaum aufzuwiegen. Dass Martin Löbbecke nun im Nachhinein der Heuchelei bezichtigt wurde ist sehr unredlich.
Aber nun ist folgendes passiert: Durch diesen „Verbalausfall“ wird plötzlich andersherum ein Schuh daraus, denn die geäußerte Kritik fällt nicht nur auf den Kritiker zurück sondern auf die gesamte Führungsriege der Glaubensgemeinschaft und wirft Fragen auf: Warum hat man sich von katholischer Seite nicht vor der Schließung in die Diskussion eingebracht? Warum hat man mit Herrn Löbbecke nicht einmal sprechen wollen? Weil man dann Argumentationsnot gekommen wäre und öffentliche Resonanz fürchtete? Wollte deshalb niemand mit ihm reden? Die möglichen Antworten bieten nun leider sehr viel Platz für Spekulationen.
Es ist sehr viel Porzellan zerschlagen worden. Am Ende wäre es doch wohl besser gewesen man hätte miteinander geredet anstatt hinterher übereinander – auch im christlichen Sinne.“

