Rosenhügel | Auf der letzten Sitzung des Vorstands beschäftigte sich die Rosenhügeler SPD mit dem Familienbild der heutigen Gesellschaft und mit der Gleichstellung der Frauen. „Die Zeiten von Kinder, Küche, Kirche müssen im 21.Jahrhundert doch wohl endgültig vorbei sein. Die Frau ist doch nicht nur ein nützliches Anhängsel des Mannes, so wie es die neuen „Deutschnationalen“ von der AfD fordern. Viele, vor allem Männer, hätten scheinbar immer noch Probleme mit starken und selbstbewussten Frauen. So ein Frauen-und Familienbild ist antiquiert, realitätsfremd und letztlich skandalös“, so einhellig die Vorstandsfrauen der Rosenhügeler SPD.
„Wir Sozialdemokratinnen fordern seit über 150 Jahren die vollständige Gleichstellung der Frau in allen Bereichen der Gesellschaft“, so Lara Kaczmarczyk (26), Vorsitzende der Gladbecker AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) und Vorstandsmitglied der Rosenhügeler SPD. Weiter erklärt sie: „Hierzu zählen heute noch immer die Forderungen nach gleichen Lohn für gleiche Arbeit, eine Quotenregelung in der Wirtschaft, nicht nur in den Vorständen der Großkonzerne, und vor allem die Möglichkeit Familie & Beruf miteinander zu vereinbaren.“
Christiane Wallin (53), SPD-Ratsfrau für Rosenhügel-Süd ergänzt: „Beruf- und Familie unter einen Hut zu bringen, muss letztendlich eine gemeinsame Aufgabe in einer Partnerschaft oder Ehe sein. Dabei ist es gleichgültig ob es sich hierbei um eine Partnerschaft oder Ehe von Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann handelt. Vor allem die Kinder, zu pflegende Angehörige aber auch alleinerziehende Männer oder Frauen müssen dabei im Fokus unserer Anstrengungen stehen.“
„Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist es unbedingt notwendig Frauen den Zugang zur Berufstätigkeit zu ermöglichen, damit sie eigene auskömmliche Rentenansprüche erwerben können und im Alter nicht nur mit einer „Mini-Witwenrente“ auskommen müssen. Hierzu muss die Möglichkeit geschaffen werden, das die Zeiten von Kindererziehung und auch die Pflegezeit für Angehörige, sei es bei Frauen oder Männern, als vollwertige Beitragszeit in die Rentenberechnung einfließen“, so Helga Karwig (71), Vorsitzende der AsF-Rosenhügel.
Ute Pawlicki (53), stellv. Vorsitzende der Gladbecker AfA und Vorstandsmitglied der Rosenhügeler SPD abschließend: „Vereinbarkeit von Familie & Beruf bedeutet für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten: Zeit, Sicherheit und Selbstbestimmung für Frauen, Männer, Kinder und auch zu pflegende Angehörige. Sie bedeutet ein Recht auf Zeit, die sich Eltern nehmen und einteilen können, für ihre Familie und ihren Beruf, über die Woche, über einige Jahre oder über Lebensphasen. Sie bedeutet Sicherheit, weil die Verringerung von Arbeitszeit nicht mit einem Verlust von Berufs- und Karrierechancen einhergeht. Sie bedeutet aber auch Sicherheit für Kinder, die sich auf die Anwesenheit ihrer Eltern im Familienalltag verlassen können. Sie bedeutet Selbstbestimmung, weil Männer und Frauen sich nicht mehr fragen müssen, wieviel Verantwortung als Mutter oder Vater beziehungsweise als Tochter oder Sohn eines zu pflegenden Angehörigen zu übernehmen ihr Job erlaubt. Stattdessen werden sie gefragt, wie sich ihr Job an ihre Vorstellungen eines gelungenen Familien- und Arbeitslebens anpassen lässt. Dies alles ist leider immer noch nicht Realität – wir bleiben aber dran, egal wieviel Wind uns entgegenbläst.“
