Rosenhügel | An der gestrigen Bürgerversammlung der Rosenhügeler SPD zum Thema Bebauung des Sportplatzareals an der Otto-Hue-Straße nahmen rund 90 Bürgerinnen und Bürger teil, sodass die vorhandene Bestuhlung im Heinrich-Weidemeier-Haus nicht mehr ausreichte und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger stehen mussten. Nach einleitenden Worten von Bürgermeister Ulrich Roland stellten Dr. Kreuzer vom Amt für Planen und Bauen und Herr Post vom Büro für Stadtentwicklung und Architektur Post & Welters die städtebauliche Entwurfsplanung vor.
In der anschließenden Diskussion bildeten sich mehrere Knackpunkte heraus. Zum einen wurde die Befürchtung geäußert, dass zu wenig Parkplätze/Stellplätze/Garagen in die vorgestellte Planung eingeflossen wären, sodass die ohnehin angespannte Parkplatzsituation in der vorhandenen Siedlung weiter verschärft würde. Hierzu erklärt Ulrich Unland, SPD-Ratsherr für Rosenhügel-Nord: „Das wir in Rosenhügel Parkprobleme haben ist nicht verwunderlich. Die ECA-Siedlung wurde zu einer Zeit errichtet in der es eine Ausnahme war ein Auto zu besitzen. Die bestehende Siedlung ist seinerzeit nicht „autokonform“ gebaut worden, weil es damals in erster Linie wichtig war, in den ausgebombten Städten, schnell Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die vorliegende Planung für das neue Quartier sieht mehr als doppelt so viele Parkplätze pro Wohneinheit vor, wie es in der bestehenden ECA-Siedlung pro Wohneinheit überhaupt gibt. In diesem Punkt setzen wir auf das bisher praktizierte gute nachbarschaftliche Miteinander.“
Ein weiterer Knackpunkt war die Anordnung der Gebäude und der Grünanlagen. Hier wurde Kritik laut, dass die geplanten Reihenhäuser bisherige Sichtachsen verdecken könnten. Des Weiteren wurde der Wunsch geäußert, den Baumbestand auf der östlichen Seite zumindest zum Teil zu erhalten wie auch den bestehenden Wirtschaftsweg. Ratsherr Unland dazu: „Da der Wirtschaftsweg ohnehin in Privatbesitz der Anlieger steht, bleibt dieser selbstverständlich bestehen.“ Dr. Kreuzer und Architekt Post versprachen alle Anregungen mitzunehmen und sowohl auf ihre planerische als auch auf die wirtschaftliche Umsetzbarkeit zu prüfen und ggfls. die Planung anzupassen.
Als Resümee der Versammlung stellt der Ortvereinsvorsitzende Andi Dunkel fest: „Ich bin sehr froh über die großartige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Das zeigt, wie wichtig es ist, immer wieder den Dialog zwischen Bürger, Politik und Verwaltung zu organisieren und aufrechtzuerhalten. Dies war sicherlich nicht die letzte Bürgerversammlung zu dem Thema.“

