Auf die angekündigte Gründung eines AfD-Stadtverbandes teilt der Gladbecker SPD-Stadtverbandsvorsitzende, Jens Bennarend mit:
„Die Sozialdemokratie, wie auch die etablierten Mitbewerber, setzt sich für die Menschen nach Maßgabe ihrer Werte – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – ein. Wir tun das in dem Bewusstsein, dass wir in einer Welt leben und füreinander da sein müssen, wenn es darauf ankommt“, so Stadtparteivorsitzender Jens Bennarend. „Die am rechten Rande des politischen Spektrums neu erscheinenden Organisationen, tun dies nicht; sie setzen auf ein Gegeneinander und spielen mit Hass, Ressentiments und Angst“, führt er weiter aus, ist aber der Überzeugung, dass die Mehrheit der Gladbecker dies durchschauen wird.
Bei der AfD handelt es sich mitnichten um eine Alternative für Deutschland, es sei denn, die „Alternative“ bestehe in einem Aufgeben der Werte und Ideale, die die Mütter und Väter des Grundgesetzes dem deutschen Volk nach der Erfahrung des Krieges mit auf den zukünftigen Weg gegeben haben: Die verbrieften Rechte wie die unverletzliche Würde des Menschen, das Bekenntnis zu den Menschenrechten, die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz und vor allem das Recht eines jeden und einer jeden auf Leben und körperliche Unversehrtheit, dies alles wurde aktuell von der Spitze der AfD durch die Forderung eines Schießbefehls an der deutschen Grenze mehr als nur in Frage gestellt. Dass nun zurückgerudert wird und dieser Schusswaffengebrauch nur auf die Väter und Mütter, nicht aber auf ihre Kinder bezogen sein sollte, macht es nicht besser, sondern deutlich, welche Geisteshaltung sich hier Bahn bricht. „Letztendlich muss diese „im Kern rechtsextreme Partei“ genau beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund teile ich daher ausdrücklich die Forderung des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel diese Partei beobachten zu lassen“, so Bennarend; denn dass sie den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen habe, stehe nach solchen Forderungen außer Frage.
Bennarend abschließend: „Wir in Gladbeck haben keinen Bedarf und keinen Platz für eine solche verfassungsfeindliche Partei. Rechtsradikale, Rassisten und Faschisten konnten sich in der Vergangenheit auf keine große Anhängerschaft in der Gladbecker Bevölkerung stützen – jedoch es gibt sie leider auch vereinzelt in Gladbeck. Deshalb ruft die SPD alle demokratischen Parteien dazu auf, jedwede Zusammenarbeit mit rechtsextremen, rechtsradikalen, neofaschistischen und offen neonazistischen Organisationen und Parteien zu verweigern und wachsam zu sein. Wehret den Anfängen!“
