Michael Gerdes (MdB), Jens Bennarend, Gladbecker SPD-Vorsitzender und Michael Hübner (MdL) auf Sommertour durch Gladbeck:

HübnergerdesJens Bennarend Am Freitag, den 7. August 2015, waren Michael Gerdes (MdB), Michael Hübner (MdL) und Jens Bennarend, Gladbecker SPD-Vorsitzender, auf einer Sommertour durch Gladbeck – per Fahrrad und per Inliner. Sie sahen sich wichtige Punkte für die Gladbecker Zukunftsfähigkeit an und trafen dabei auf Gladbecker, die diese Zukunftsfähigkeit entscheidend beeinflussen.

Startpunkt: AWO Begegnungsstätte Brauck

2.Gerdes-Angel-Hübner 2 AWOZunächst trafen sich die beiden SPD-Abgeordneten aus Bund und Land, Gerdes und Hübner, zum Start der Tour an der AWO Begegnungsstätte Brauck. Hier trafen sie auf den Stadtteilkümmerer, Kommunalpolitiker und neuer Vorsitzenden der AWO Brauck, György Angel, der über die Braucker Entwicklung informierte: „Brauck hat in den letzten Jahrzehnten den Strukturwandel bewältigt und ist heute gut aufgestellt“, so Angel. Und weiter führt der Stadtteil-Manager aus: „Die vielfältigen Aktivitäten in gesellschaftlicher und auch baulicher Hinsicht, vor allem die des Projektes Soziale Stadt haben sehr dazu beigetragen, dass dies so ist. Darüber hinaus wurde die Nahversorgung in Brauck neu und gut geregelt und beim Punkt Integration sind wir in ganz Gladbeck sowieso weiter als an manch anderen Orten des Ruhrgebiets.“ Man merkt, dass ihm Brauck am Herzen liegt. Als „erste Amtshandlung“ als neuer AWO-Vorsitzender hat Angel nämlich die Neugestaltung des Außerbereichs an der AWO-Begegnungsstätte in Angriff genommen, der durch den ELA-Sturm in 2014 komplett verwüstet wurde und eine erhebliche Unfallgefahr darstellte. Als Zukunftsprojekt möchte Angel die AWO-Begegnungsstätte zu einem echten Bürgertreff Brauck weiterentwickeln. Gerdes und Hübner zeigten sich vom Elan des „Machers“ sehr beeindruckt. „Menschen wie „Schorsch Angel“ sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens“, so Gerdes.

Zweite Station: Baugebiet Sportplatz Rosenhügel

3.Gerdes-Hübner Sportplatz RosenhügelAls zweites fuhren Hübner (per Inliner) und Gerdes (per Fahrrad) das Neubaugebiet am ehemaligen Sportplatzgelände an der Otto-Hue-Straße an. Die zukünftige Bebauung sieht hier eine Mischung aus barrierefreien Wohnungen und barrierefreien Einfamilienhäusern vor. Im Moment werden seitens der Stadt Gladbeck vielversprechende Gespräche mit einigen infrage kommenden Bauträgern geführt – aber noch ist keine Entscheidung für dieses „Filetstück“ spruchreif“, so Michael Hübner, der auch Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion ist und weiter ausführt: „Die SPD-Fraktion wird genau darauf achten, einem Bauträger den Zuschlag zu erteilen, der die gestellten Vorgaben erfüllt. Deshalb ist noch ein bisschen Geduld vonnöten.“

Dritte Station: Moschee Wielandstraße

4.Moschee WielandstraßeBeim DITIB-Moscheeverein an der Wielandstraße wurden Hübner und Gerdes schon erwartet. Hier stieß auch der Gladbecker SPD-Vorsitzende, Jens Bennarend, mit dem Fahrrad dazu. Nach einer sehr freundschaftlichen Begrüßung durch den Vorsitzenden, Nadir Kahraman, informierten sich die drei über die Gemeinde. Rund 400 bis 500 Gläubige kommen regelmäßig zum Freitagsgebet in die Moschee. Die allermeisten sind türkischer Herkunft und haben größtenteils ihre familiären Wurzeln in der Region Zonguldak am Schwarzen Meer. Hübner zum Thema Integration: „Seit die ersten türkischen Kumpels in die Pütts des Ruhrgebiets eingefahren sind, ist eine lange Zeit vergangen. Viele dachten, wir holen uns „nur Arbeitskräfte“ ins Land. Wir mussten aber erkennen – es waren Menschen mit all ihren Bedürfnissen und Erwartungen an das Leben, mit ihren Schwächen und Nöten aber auch mit ihren Kenntnissen und Lebenserfahrungen“. Gerdes ergänzt: „Heute gehören die Muslime zum Ruhrgebiet und zu Deutschland, genauso wie die Nachfahren der großen Einwanderungswellen ins Ruhrgebiet Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Ruhrgebiet ist und war von jeher ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen“. Bennarend abschließend: „Dies sollten wir als Chance begreifen, uns den Herausforderungen unserer Zeit stellen und mit Zuversicht noch vorhandene Probleme anpacken.“

Vierte Station: Marktplatz-Mitte/ P&C-Gebäude

5b.Marktplatz P&CAn der vierten Station besichtigten Gerdes, Hübner und Bennarend am Marktplatz-Mitte die Baustelle des ehemaligen P&C-Gebäudes. „Hier wird ein viereinhalb geschossiger Neubau, der angepasst an die heutige Marktlage im Einzelhandel, nur im Erdgeschoss Ladenlokale aufweisen wird, entstehen. In den darüber liegenden Geschossen werden auch hier barrierefreie Wohnungen entstehen. Nach langer Strecke wurde mit der Fa. Jockenhöfer & Babiel endlich ein seriöser Investor gefunden, um die alte „Schrottimmobilie“ zu beseitigen. Im Übrigen ist Hans-Joachim Jockenhöfer gebürtiger Gladbecker“, erläuterten Hübner und Bennarend dem Bundestagsabgeordneten Gerdes das Projekt, bevor sie sich zur vorletzten Station, dem Innovationszentrum Wiesenbusch aufmachten.

Fünfte Station: Innovationszentrum Wiesenbusch

7.Innovationszentrum WiesenbuschAm Innovationszentrum Wiesenbusch wurden die drei SPD-Politiker vom Aufsichtsratsvorsitzenden, Bürgermeister Ulrich Roland und dem Prokuristen der Betriebsgesellschaft, Lothar Romberg, freundlich empfangen. Das Innovationszentrum Wiesenbusch feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen. Aus diesem Anlass wird am 18. August auch der NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans das Innovationszentrum besuchen. Das Innovationszentrum Wiesenbusch hatte Baukosten in Höhe von 40 Mio Euro, davon 31 Mio Euro als Fördermittel aus Land und Bund. Es bietet auf rund 6.000 m2 Bürofläche und Hallen Platz für aufstrebende Firmen, die sich vor allem im Bereich der erneuerbare Energien, z. B. der Wasserstofftechnik engagieren. „Das Innovationszentrum hat u.a. mehrere Konferenzräume, ein Foyer für Ausstellungen und bietet die gesamte Bürologistik. Dies ist vor allem für neue junge Unternehmen von Vorteil, da diese so in die Lage versetzt werden, auch entsprechend repräsentieren zu können“, so Lothar Romberg, Prokurist der Betriebsgesellschaft mbH. In 2014 hat die Vermietung mit 97% der vermietbaren Fläche den Höchststand erreicht – zurzeit sind dort 34 Firmen, die alle Spektren im Bereich der Umweltwelttechnologie und Umweltberatung abdecken, ansässig. „Etliche dieser Firmen sind Weltmarktführer in ihren Sparten. Sie spielen, um es in der Fußballsprache zu sagen, in der „Champions League“, so Bürgermeister Ulrich Roland stolz, und weiter: „Das Innovationszentrum Wiesenbusch ist ein Beispiel für den gelungenen Strukturwandel in unserer Stadt.“ Bennarend, Hübner und Gerdes pflichteten dem Gladbecker Stadtoberhaupt bei.

Letzte Station: Feierabendmarkt und „Umsonst und draußen“

8.SommertourAn der letzten Station erreichten Gerdes, Hübner und Bennarend den richtig gut gefüllten Rathausplatz mit dem Feierabendmarkt und der Open-Air-Musikveranstaltung „Umsonst & Draußen“. Hier gönnten sich die drei erst einmal ein Bier und mischten sich unters Volk. Alle drei SPD-Politiker ziehen zum Abschluss ein übereinstimmendes Resümee: „Der heutige Tag hat gezeigt: Gladbeck ist gut aufgestellt für die Zukunft. Dies vor allem durch eine vorrausschauende sozialdemokratische Politik – Gladbecks Zukunft machen wir!“