Foto Tulpenzwiebeln.„Die Rosenhügeler SPD bedankt sich recht herzlich beim ZBG für die Ermöglichung der Pflanzung von 1.000 Tulpenzwiebeln auf dem Grabfeld für die in Gladbeck umgekommenen Kriegsgefangenen im 2.Weltkrieg auf dem Braucker Friedhof“, so der Ortsvereinsvorsitzende der Rosenhügeler SPD, Andi Dunkel.

Die Rosenhügeler SPD hatte im vergangenen Jahr zum Antikriegstag am 1.September eine kleine Gedenkveranstaltung für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Grabfeld durchgeführt. Danach entstand die Idee das Grabfeld mittels einer Blumenbepflanzung zu verschönern. Die Bitte der Rosenhügeler Sozialdemokraten stieß bei Bernhard Schregel, dem zuständigen Mann beim ZBG, auf offene Ohren, der das Vorhaben logistisch unterstützte. Da die Rosenhügeler gerne konkret und praktisch handeln, wurden kurzerhand 1.000 Tulpenzwiebeln, unter Anleitung des ZBG, von einigen Mitgliedern des Ortsvereins am 9.November 2014 gepflanzt.

DTulpenunkel weiter: „Nun im April 2015 werden die Friedhofsbesucher durch ein „Blumenmeer“ erfreut und das Gedenken an diese armen verschleppten und fern der Heimat bestatteten Menschen erfährt dadurch eine Aufwertung. Die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft haben es verdient, das angemessen an sie erinnert wird.

Eine weitere Anregung haben die Genossinnen und Genossen aus dem Gladbecker Süden jedoch noch: „Schön wäre es, wenn auch nicht in diesen dann vielleicht im nächsten Jahr, eine Gedenk- und Informationstafel aufgestellt würde. Viele Friedhofsbesucher nehmen irrtümlicherweise an, dass es handele sich um Gräber von Soldaten, die im Kampf gefallen sind. Dabei sind es verschleppte Kriegsgefangene und Zivilisten, unter Ihnen auch etliche Frauen und Kinder, die zum großen Teil unter unmenschlichen Bedingungen in Gladbeck lebten und Zwangsarbeit leisteten, die dort bestattet sind. Die Gladbecker Erinnerungskultur würde hierdurch sicherlich aufgewertet. Denn wenn nicht an das Vergangene erinnert wird, besteht die Gefahr, dass die Menschen zurückfallen in Barbarei, Unmenschlichkeit und Kulturlosigkeit. Aktuelle Ereignisse hier bei uns in Deutschland, in Europa und weltweit zeigen dies deutlich“, so der OV-Vorsitzende abschließend.