Gladbeck-Süd | Die Verwaltung hat Mitte der Woche veröffentlicht, dass auf dem Grundstück der ehemaligen Paulus-Gemeinde in Gladbeck Brauck eine Islam-Bildungsstätte realisiert werden soll. „Von der Mitteilung über die Bauvorhaben auf dem Grundstück der ehemaligen Paulus-Gemeinde wurden auch wir überrascht und sind über die fehlende Kommunikation sehr verärgert. Bis heute fehlen uns konkrete Hintergründe zum Konzept und dem genauen Vorhaben der geplanten Bildungsstätte.“, kritisiert Andreas Dunkel, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Rosenhügel.

„Wir wollen die Menschen bei der Entwicklung der Stadteile mitnehmen. Die Schaffung von vollendeten Tatsachen von Seiten der Verwaltung passt nicht zu unserem Verständnis einer transparenten Stadtteilentwicklung. Zur Akzeptanz gehört immer ein strukturierter Prozess, in dem die Bürgerinnen und Bürger mitgestalten können und angehört werden!“, erklärt Hasan Sahin, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Brauck.

„Die Informationspolitik der Verwaltung hat bis jetzt nur für Verunsicherung, Missverständnis und Ablehnung geführt. Als Ortsvereine im Süden fordern wir Transparenz über das Projekt und einen geordneten Prozess, in dem alle über die Bildungsstätte und dessen Konzept umfangreich informiert werden und in dem auch Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Vor allem die unmittelbaren Anwohner haben ein Recht auf Transparenz.“, fordert Dustin Tix, Vorstandsmitglied im Ortsverein Butendorf.

Im Einzelnen fordern wir:

1. Die Vergabe des Grundstücks vorerst zu stoppen.
2. Eine transparente Informationspolitik über die Konzeption der geplanten Bildungsstätte.
3. Ein Prozess in dem Bürgerinnen und Bürger im Sinne des angestrebten Wertekonsens mitgenommen werden.