Gladbeck-Brauck | Am gestrigen Sonntag, den 24.02.2019 haben die SPD-Ortsvereine Brauck, Butendorf und Rosenhügel kurzfristig zu einem Haldenspaziergang geladen. Etliche Bürger*innen nahmen teil. Darunter auch Bürgermeister Uli Roland und seine Frau Christa. Bekanntlich hat Kreis Recklinghausen die Errichtung eines gut 200-Meter hohen Windrads auf der Mottbruchhalde genehmigt. Damit hat er sich gegen den Willen des Gladbecker Stadtrates und der Bürger*innen gestellt. Die Halde ist für die Öffentlichkeit nicht freigegeben. Mit diesem Akt des zivilen „Ungehorsams“ wollten die SPD-Ortsvereine aus dem Gladbecker Süden ihren Unmut über die Entscheidung des Kreises öffentlich deutlich machen.

Der Rosenhügeler SPD-Vorsitzende, Andi Dunkel sagt dazu: „Die SPD steht zur Windenergie – aber nicht an dieser Stelle. Auf unsere Initiative hin wurden daher auch Vorrangzonen für Windkraft auf Gladbecker Stadtgebiet ausgewiesen. Wir halten jedoch gerade die Mottbruchhalde für keine geeignete Fläche für ein Windrad und schon gar nicht in der geplanten Größe. Ein Windrad steht allen bisherigen Planungen, gerade der Umgestaltung der Halde als Freizeit- und Sportstätte, entgegen und gefährdet diese Vorhaben. Wir können deshalb die Entscheidung des Kreises in keiner Weise nachvollziehen.“

Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde die Mottbruchhalde einstimmig nicht als Vorrangzone für Windkraft ausgewiesen. Der Rat, der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Planungs- und Bauausschuss haben sich seit November 2014 in insgesamt neun Sitzungen mit der Gestaltung der Mottbruchhalde beschäftigt. Darüber hinaus gab es ein Werkstattverfahren zur weiteren Nutzung der Halde. Diese Gremien und die Teilnehmer des Werkstattverfahrens haben immer einstimmige Beschlüsse zur zukünftigen Gestaltung der Mottbruchhalde gefasst. Ein Windrad war dabei nicht vorgesehen.